NATUROH
Ein Mensch auf dem Weg zurück zu sich selbst.
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Ein Mensch auf dem Weg zurück zu sich selbst.
Die meisten von uns haben vergessen, wie sich echtes Leben anfühlt. Nicht, weil wir es nie kannten. Sondern weil wir uns zu weit davon entfernt haben. Naturoh ist kein perfektes Leben. Es ist der Versuch, wieder eines zu spüren. Auf dieser Seite erfährst du, wer ich bin, warum dieser Weg begonnen hat – und was mich immer wieder zurück in den Wald zieht.
Ich trage eine Maske, weil es mir nicht darum geht, gesehen zu werden. In einer Welt, in der jeder versucht aufzufallen, fühlt es sich für mich richtiger an, einen Schritt zurückzugehen. Nicht mein Gesicht soll im Mittelpunkt stehen, sondern das, was ich draußen finde – und vielleicht auch das, was du dort wiederfindest. Naturoh ist schnell gewachsen, schneller, als ich es erwartet hätte. Und mit jedem Schritt wurde mir klarer, wie wichtig es ist, sich dabei nicht zu verlieren. Die Maske gibt mir genau das: Ruhe, Abstand und Freiheit. Vielleicht kommt irgendwann der Moment, an dem ich sie ablege. Aber gerade jetzt fühlt es sich richtig an, sie zu tragen. Denn am Ende geht es nicht darum, wer ich bin, sondern darum, was du fühlst, wenn du draußen bist.
Hi, ich bin Benedikt. Der Mensch hinter dem Account Naturoh. Was ist, wenn ich dir sage, dass ich nicht der Naturmensch bin, für den du mich vielleicht hältst? Viele denken, ich würde nur noch draußen leben, den ganzen Tag durch den Wald streifen und meine Videos für Social Media drehen. So ist es aber nicht. Auch wenn genau das meine Wunschvorstellung wäre, bin ich ein ganz normaler Mensch mit einem normalen Job – und von deutlich mehr Beton im Alltag umgeben, als mir lieb ist. Hier zeigt sich, was Social Media oft ausblendet: Wir sehen nur einen kleinen Ausschnitt und vergessen, wie das Leben dahinter wirklich aussieht. Vielleicht fragst du dich, warum meine Videos trotzdem fast ausschließlich im Wald entstehen. Für mich ist der Wald mehr als nur ein Ort. Hier komme ich zurück zu mir, lasse die moderne Welt für einen Moment hinter mir und finde eine Ruhe, die im Alltag oft verloren geht. Als leidenschaftlicher Videograf gibt es für mich kaum etwas Ehrlicheres, als genau das festzuhalten. Mein Ziel ist es, Mensch und Natur wieder ein Stück näher zusammenzubringen – und vielleicht eines Tages selbst genau so zu leben, wie ich es heute schon in meinen Videos zeige.
Viele glauben, ich wäre schon immer so gewesen. War ich nicht. Die Natur hat lange keine Rolle in meinem Leben gespielt. Erst durch andere Menschen bin ich überhaupt auf dieses Leben gestoßen. Zu sehen, dass jemand freiwillig draußen schläft, allein im Wald – das hat etwas in mir ausgelöst. Rückblickend weiß ich: Dieses Gefühl war schon immer da. Mit 27 kam der Punkt, an dem ich mich selbst nicht mehr gespürt habe. Ich habe funktioniert, aber nicht gelebt. Eines Abends stand ich allein in einer Kapelle und habe um Hilfe gebeten. Es kam kein Zeichen. Nur ein Gefühl: Geh raus. Ein paar Tage später habe ich meine erste Nacht im Wald verbracht. Und dort wurde es still. Zum ersten Mal seit langer Zeit war ich wieder bei mir. Ich bin zurück in meinen Alltag gegangen – aber etwas hatte sich verändert. Irgendwann habe ich alles gekündigt und bin losgezogen. Vier Wochen allein durch Deutschland. Diese Zeit hat mich nicht gerettet, aber sie hat etwas in mir wieder geöffnet. Seitdem ist der Wald kein Ort mehr für mich, sondern ein Teil von dem, was ich bin. Und wenn ich heute zurückblicke, wird mir eines klar: Es war nicht ein großer Moment, der alles verändert hat, sondern eine einzige Nacht im Wald.
Und dann ist da noch Lizzy. Lizzy ist kein Hund, den man sich einfach aussucht. Sie ist ein Straßenhund aus Bosnien. Als Welpe wurde sie von einem Auto angefahren. Beide Hinterläufe gebrochen. Allein. Verletzt. Zurückgelassen. Was danach bleibt, ist kein normaler Hund. Es bleibt Angst. Vor Menschen. Vor Geräuschen. Vor allem, was sich bewegt. Ich habe sie damals auf einer Vermittlungsseite gesehen. Ein Bild. Ein paar Zeilen. Und eine Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Also habe ich sie zu mir geholt. Heute ist sie seit sieben Jahren an meiner Seite. Lizzy ist kein einfacher Hund, aber genau das macht sie besonders. Sie hat mir gezeigt, was in unserer Welt oft verloren geht: Vertrauen. Nicht als Gefühl, sondern als Prozess. Schritt für Schritt. Tag für Tag. Sie hat gelernt, mir zu vertrauen. Und ich habe durch sie gelernt, geduldig zu sein. Ruhiger zu werden. Aufmerksamer. Vielleicht ist sie genau deshalb ein Teil von allem, was ich draußen tue. Nicht weil sie perfekt ist, sondern weil sie echt ist. Und vielleicht ist genau das, was uns verbindet: Zwei Wesen, die ihren Weg zurück suchen. Weg von dem, was war. Hin zu dem, was sich richtig anfühlt.